Gemeindebrief
Gemeindebrief
Erwachsene

Am 18. Januar 1990 feierte man bereits die Grundsteinlegung unseres Gemeindezentrums,
doch Fertigstellung und Eröffnung fanden im Sommer 1991 statt.
Unter unseren Gästen waren auch Herr Pfleiderer, Claus Brandis und Rolf Lenk, die uns einige Bilder und Eindrücke von 1990 geschildert haben.
Durch viel Glück und noch mehr aktiver und energischer Presbyter konnte eine Ausschreibung stattfinden, sodass nicht ein Fertigbau errichtet wurde, sondern ein Haus, das mit viel Liebe zum Detail geplant und errichtet werden konnte.

Bei diesem Großprojekt lief lange nicht alles wie gedacht.
Auf dem Gelände der Kindertagesstätte gab es mehr als 2 Meter Gefälle, das es auszugleichen gab. Noch während der Bauphase wurden viele Änderungen an den Gebäuden vorgenommen.
Auch die Unterkellerung von Gemeindezentrum und KiTa wurde diskutiert. Letztendlich wurde nur ein Teil des Gemeindezentrum unterkellert.


Bei der Planung der KiTa wurde ein neues Kindergartenkonzept mit offenen Emporen umgesetzt. Es wurde viel Wert darauf gelegt, dass Kinder mehrere Räume haben, um sich auch zurückziehen zu können.
Die KiTa war hier Vorreiter und bleibt es auch, da sie inzwischen zu einer integrativen Kindertagesstätte umgebaut wurde.

Die Auswahl der Dachziegel hat der Bauausschuss leider ohne das Bauamt getätigt, so mussten die Dächer des Pfarr- und Küsterhauses von roten auf schwarze Dachziegel umgedeckt werden. Auf dem Gemeindezentrum und der KiTa durften sie aber bleiben.
So war es vor 20 Jahren. Bleibt zu hoffen, dass wir auch weitere 20 Jahre mit dem selben Engagement bestreiten können.
Attur
Wer davon ausgeht, dass in Gebieten mit jahreszeitlich bedingter großer Trockenheit überall sauberes Trinkwasser bereit steht der irrt. Wenn überhaupt ausreichend Wasser vorhanden ist, sind alle froh. Europäer sollten in Attur das normale Wasser keinesfalls unabgekocht trinken, wenn sie nicht sofort eine heftige Darmerkrankung riskieren wollen. Aber auch für die indischen Menschen, besonders Kinder ist die mangelhafte Sauberkeit des Wassers nicht unproblematisch. Zwar sind die Menschen und ihre Abwehrkräfte an die dortigen Anforderungen angepasst, aber auch dort gibt es häufig Darmerkrankungen.
Nach den großen Dürrejahren in Tamil Nadu zwischen 2000 und 2004 hat die Regierung für die
Ergänzung eines Frischwassernetzes gesorgt und die Hausbesitzer, wie auch unsere Schule veranlasst kleine Wassertanks aus Beton in die Erde zu bauen, um sie regelmäßig stundenweise mit Wasser zu versorgen. Wenn man die Deckel der kleinen Zisternen öffnet, kann man allerdings die Fliegen und Mücken über dem Wasser fliegen sehen.
Aus diesem Grunde hat die Schulleitung in Gopalapuram, dem Dorf, in dem die Schule steht, eine neue Filteranlage installieren lassen, die in der Stunde bis zu 50 Liter Wasser filtert und desinfiziert.
Was uns selbstverständlich ist, ist dort ein wesentlicher Schritt für eine bessere Gesundheit aller, die in der Schule leben.
Attur

Vor dem Weihnachtsfest wird in Attur wie alle Jahre das „choral singing“ , das Weihnachtssingen bei allen Familien durchgeführt. Da die Gemeindeglieder bis zu 35 km von Attur entfernt wohnen, ist das für den improvisierten Chor immer ein besonderer Kraftakt. Pastor Dhairiyanathan schrieb, dass er die letzte Zeit vor Weihnachten oft erst um 2 Uhr am Morgen ins Bett gekommen und zusammen mit seiner Frau völlig übermüdet sei, aber keine Familie wird vergessen.
Der Wiederaufbau der Kirche ist zwar weit fortgeschritten, die Gemeinde muss aber weiter in ihrer keinen provisorischen Notkirche Weihnachten feiern.
Wie auf den Bildern zu erkennen ist, lässt sich die Gemeinde dort von den im Augenblick recht engen Verhältnissen nicht irritieren. In Attur wird der Weihnachtsgottesdienst am 25.12. gefeiert und anschließend gibt es das „love fiest“ das Liebesfest, bei dem alle zusammen-in verschiedenen Etappen essen. Meist sind die Gemeindeglieder jung und alt sowie viele Gäste zu beköstigen. Da muss in der Regel für über 400 Menschen gekocht werden.
In diesem Jahr wurde wie immer alles gespendet, entweder in Geld oder als Naturalien. In der kleinen Notkirche ist kein Platz zum Kochen, deshalb haben viele Helfer der Gemeinde in der Schule, 20 km von Attur entfernt gekocht und alles mit einem Schulbus nach Attur zur Kirche gefahren. Das tut der allgemeinen Freude keinen Abbruch.
Natürlich feiern die Kinder in Attur seit Jahren einen eigenen Weihnachtskindergottesdienst. Die Bilder zeigen, dass Weihnachts- und Krippenspiele, wie bei uns, sehr beliebt sind.
Erwachsene
Die Kirchenflüge der Windreiter
Schwebend geleiten wir Ihren Blick durch wunderbare Architektur, lassen Sie hinauffliegen zu Kunstwerken von erhebender Schönheit und entführen Sie in Perspektiven, die Sie unsere Gotteshäuser neu erleben lassen.
Durch die Kombination von modernen Materialien, miniaturisierter Technik und innovativen Konzepten präsentieren wir Ihnen Videos, die die Innenräume von Kirchen auf wunderschöne, schwerelose Weise zeigen – aufgenommen von unseren Luftschiffen aus.
Im Projekt Windreiter konstruiert eine interdisziplinäre Studentengruppe neuartige Luftschiffe um sie auf kreative Weise für die verschiedensten Zwecke einzusetzen. Mehr Informationen zum Projekt:
Gemeindebrief
Hier können Sie unseren aktuellen Gemeindebrief online lesen.
Gemeindebrief 3/2010
Attur
Ein besonderes Problem sind aber die notwendigen Schulbusse. Da ein großer Teil der Kinder in einem Umkreis von fast 10 km um die Schule in Hütten, direkt an den Feldern der Bauern wohnt und die Temperaturen bis über 40 °C steigen, müssen viele mit Bussen abgeholt werden. Die Anschaffung der Fahrzeuge wird aus deutschen Spenden finanziert, der Betrieb vor Ort.
Das kleinste Fahrzeug auf dem Foto ist schon über 16 Jahre alt und kaum noch betriebsfähig. Es sollte schon mehrfach ausgetauscht werden, musste aber wegen dem großen Bedarf weiter in Betrieb bleiben. Weil die Schülerzahlen gegenüber dem letzten Schuljahr um mehr als 70 Kinder anstiegen, stellte unsere Gemeinde ein neues Fahrzeug mit 35 Plätzen zur Verfügung, das seit August dieses Jahres in Betrieb ist. Die vorgezogene Anschaffung wurde nur durch eine große unerwartete und viele kleinere Spenden möglich. Das kleine Fahrzeug mit 16 Plätzen wird nun endgültig ausgemustert. Trotzdem sind die Busse nach wie vor stark überbelegt, was nur möglich ist, weil die Fahrzeuge auf kleinen Wegen ohne Verkehr zwischen den Feldern unterwegs sind.
Attur

In den letzten beiden Jahren ist die Schule in Gopalapuram, ca. 20 km von Attur entfernt, wo viele Kinder sonst kaum die
Möglichkeit haben eine Schule zu besuchen, überdurchschnittlich gewachsen. Die Schulgebühren sind so gering, dass sie die arme Bevölkerung der Kleinbauern noch bezahlen kann.Über 50 Kinder, deren Eltern auch das nicht können, haben einen Freiplatz, den Paten in Deutschland finanzieren. (Das Gruppenfoto zeigt die geförderten Kinder des Schuljahrgangs 2010-2011)
Die Schule wird vor allem wegen ihrer guten Ausbildung von der Bevölkerung so geschätzt, dass die Anmeldungen von 2008 bis 2010 von 270 auf über 400 Kinder gestiegen sind. Mit unseren Partnern in Indien hat unsere Gemeinde verabredet, dass möglichst alle Kinder aufgenommen werden sollen, deren Eltern sie anmelden. Das verabredete Ausbauprogramm der Schule hält mit den Schulanmeldungen kaum Schritt. 2 Vorschulklassen, eine Kindergruppe für Dreijährige und die 5 Grundschulklassen sollen zweizügig ausgebaut werden. 4 neue Klassen wurden in den vergangenen Jahren vollendet, mindestens 2 neue Klassen sowie ergänzende Sanitär-und Nebenräume fehlen noch.
Ein besonderes Problem sind aber die notwendigen Schulbusse. Da ein großer Teil der Kinder in einem Umkreis von fast 10 km um die Schule in Hütten direkt an den Feldern der Bauern wohnen und die Temperaturen bis über 40 °C steigen, müssen viele mit Bussen abgeholt werden. Die Anschaffung der Fahrzeuge wird aus deutschen Spenden finanziert, der Betrieb vor Ort.
Attur
Keine Kinder sollen aus finanziellen Gründen vom Schulbesuch ausgeschlossen werden. Deshalb finanzieren Pateneltern in Deutschland mit 5 Euro im Monat den Schulbesuch und die anteiligen Bustransportkosten für ein Patenkind. Die Schule erhält die Fördermittel zu Beginn des Schuljahres und entscheidet, wie viele besonders bedürftige Kinder im laufenden Schuljahr einen Freiplatz bekommen. Das Foto zeigt die Patenkinder dieses Schuljahres zusammen mit dem Leiter der Schule und seiner Frau, die auch in den Klassen unterrichtet. Im Schuljahr 2010/2011 (Anfang Juni bis Ende Mai) haben 56 Kinder Freiplätze.
Attur
Wenige Wochen nach dem Brand begann die Gemeinde mit dem Bau der Fundamente und Stützen für das neue Gebäude. Parallel dazu entstand auf einem kleinen Grundstück in der Stadt, das Gemeindeglieder zur Verfügung stellten, eine kleine Notkirche für den Übergang.
Mit großer Opferbereitschaft der Gemeinde wuchsen die ersten Baukonstruktionen.
Da die meisten Menschen der Gemeinde einfache Bauern sind und grade genug zum Leben haben, ist der Wiederanfang bemerkenswert. Verschiedene Menschen haben ihre Rücklagen für den Aufbau des Gemeindehauses gestiftet. Ergänzende Hilfe unserer Gemeinde reichte bisher, um die Erdgeschossdecke zu vollenden.
Im Erdgeschoss findet die kleine Wohnung für Pastor Dhairiyanathan Platz und eine Raumzone für die Kindergottesdienst- und Gruppenarbeit. Im Obergeschoss ist der Gemeindesaal für Gottesdienste und größere Versammlungen vorgesehen.